Vortragsreihe in Ganderkesee und Hude

Seit Herbst 2010 veranstaltet die Gesellschaft der Freunde des Hasbruch e.V. gemeinsam mit drei anderen Vereinen im Winterhalbjahr eine Vortragsreihe zu Naturthemen. Die Vorträge werden in den Rathäusern Ganderkesee und Hude durchgeführt.

Neben der Gesellschaft der Freunde des Hasbruch sind die folgenden Vereine an der Vortragsreihe beteiligt:

    - Naturschutzbund Deutschland, Ortsgruppe Ganderkesee
    - Fuhrenkamp-Schutzverein e.V., Ganderkesee
    - Aktionsgemeinschaft für Hude

Weiter wird die Vortragsreihe durch die Regio-VHS Ganderkesee-Hude unterstützt.

 

04.02.2014    19:30 Uhr Rathaus Hude

 „Unsere Bienen in Gefahr - die Folgen für Mensch und Natur.“

Im Märzen der Bauer sein Rösslein einspannt - diesen Spruch kennt fast jeder. Im Frühling durch weiß blühende, duftende Obstgrärten oder bunte Blumenwiesen zu gehen und dabei dem Summen der Bienen zu lauschen ist ein Genuss für alle Sinne - dort wo es noch möglich ist.

Landwirtschaft und damit auch die Bienenhaltung haben in den letzten 20 Jahren einen enormen Umbruch erfahren. Kleinbäuerliche Betriebe sind weitesgehend verschwunden, die Flächen werden von maschienenintensiven Großbetriben bewirtschaftet, die unter enormen Kostendruck stehen. Der Landwirt ist durch Nutzung von Biomasse oder Wind zum Energiewirt geworden.

Die Intensiverung der Landwirtschaft hat auch unsere Kulturlandschaft verändert: Monokulturen wie Mais oder Dauergrünland und intensive Flurbereinigung schmälern die Artenvielfalt. Das bekommen auch Wildtiere und Honigbienen zu spüren, die sich in einer solchen Landschaft ernähren müssen. Bienensterben ist in aller Munde, doch was lässt die Tiere sterben und mit welchen Folgen für Mensch und Umwelt? - Beide, Bienen und Landwirte - sind ein Team: Der eine bestäubt, der andere kann (erheblich) mehr ernten.

Der Vortrag beleuchtet den Wandel der Landwirtschaft und die Rolle der Bienen als Bioindikator.

Guido Eich, LAVES – Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Abt. Institut für Bienenkunde Celle



25.03.2014           19:30 Uhr Rathaus Hude 

 „Bunt und dauernd nasse Füße: über die Zukunft von Sumpfdotterblumen & Grundwasser abhängigen Biotopen“

Gelbe Blüten, blaugrüne Gräser, nasse Sümpfe, Wiesen und quellige Wälder: Sie brauchen spezielle Bedingungen um in unseren Kulturlandschaften des    
21. Jahrhunderts zu überleben. Sie brauchen das, was auch die Menschen in unserer Region künftig immer wichtiger werden wird: Dauernd gutes Wasser. Es werden Beispiele über Lebensweise und zu Erhaltungs-Chancen dieser besonderen Biotope vorgestellt. Wo hat diese Form der „Natur“ noch Raum? Warum ist sie so wichtig?
Und : Wie kann man diese besonderen Biotope im 21.Jahrhundert schützen? 

SuDotterblumenNasswiese

Ludwig Stegink-Hinriks, Hude
Förster / Waldökologe und leitender Naturschutzmitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten (Betriebsleitung Braunschweig) jahrelange Erfahrungen in Renaturierungsprojekten in ganz Niedersachsen.


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