Brutvogelerfassung

Aufgrund der hohen Bedeutung des Hasbruch für viele Vogelarten ist ein regelmäßiges Monitoring für dieses Gebiet erforderlich, das nicht nur die wenigen Arten der EU-Vogelschutzrichtlinie umfasst. Daher hat die Gesellschaft der Freunde des Hasbruch e.V. das Büro PD Dr. Klaus Handke aus Ganderkesee beauftragt, den Brutvogelbestand im gesamten Hasbruch zu erfassen. An der Finanzierung beteiligen sich neben der Gesellschaft der Freunde des Hasbruch, die Gemeinden Ganderkesee und Hude sowie ein Großsponsor. Auch die Niedersächsischen Landesforsten beteiligen sich mit ca. einem Drittel der Kosten.

15.03.2011:

Mit dieser Erfassung soll eine neue Datengrundlage für den gesamten Hasbruch geschaffen werden, um die auf der Grundlage des Erhaltungs- und Entwicklungsplanes 2009 - 2018 durchzuführenden Maßnahmen später hinsichtlich der Entwicklung der Brutvögel bewerten zu können.

Im Februar und in der ersten Märzhälfte 2011 wurden die Brutvogelarten des Hasbruch in ersten Erfassungsbegehungen kartiert. Dabei zeichnen sich bereits erste Ergebnisse ab:

So wurden mindestens 12 Waldkäuze gefunden. Waldbaumläufer und Sumpfmeise kommen viel häufiger vor als bisher bekannt.

Der Mittelspecht besiedelt zwischenzeitlich flächendeckend alle Eichenbestände im Hasbruch und hat deutlich zugenommen. Sein Bestand wird inzwischen auf über 120 Paare geschätzt.

Neben zwei Schwarzspechtrevieren wurde auch ein Grauspecht nachgewiesen. Dieser Nachweis ist insofern bemerkenswert, als dass das europäische Verbreitungsgebiet des Grauspechtes weiter südlich liegt und nicht an das Oldenburger Land heranreicht. Der Hasbruch stellt daher nur ein potenzielles Brutgebiet am Rande dieses Bereichs dar. Dennoch wurde der Grauspecht hin und wieder im Hasbruch auch in vorangegangenen Erfassungen festgestellt. Es bleibt abzuwarten, ob in diesem Jahr vielleicht sogar eine Brut nachgewiesen werden kann.

30.09.2011:

Die durchgeführte Brutvogelkartierung hat einige interessante Ergebnisse gebracht. Beispielsweise wurden insgesamt 190 Paare des Mittelspecht gezählt, also erheblich mehr als noch im Frühjahr geschätzt. Auch die Waldschnepfe konnte an mehreren Stellen im Hasbruch nachgewiesen. Die Ergebnisse der Vogel-Volkszählung werden am 18. Oktober 2011 in einem Vortrag vorgestellt.

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