Ehrung - Jahrzehntelanger Einsatz für Wald belohnt

Fürstenberg/Hasbruch
Hohe Ehre und große Anerkennung für die Gesellschaft der Freunde des Hasbruch: Der Verein ist am Mittwoch mit der Niedersächsischen Forstmedaille ausgezeichnet worden, mit der das Land seit 2011 „herausragende Verdienste“ um die „nachhaltigen Waldfunktionen“ ehrt, wie der Landesminister für Land- und Forstwirtschaft, Christian Meyer, bei der Verleihung im Schloss der Porzellanmanufaktur Fürstenberg (Landkreis Holzminden) betonte.

Außer den Hasbruchfreunden wurden der Verein „Kindererlebniswald Hildesheim“ und der Waldbauer Adolf Wilshusen (Oerel) mit der diesjährigen Forstmedaille ausgezeichnet. Minister Meyer lobte alle drei Preisträger: „Wir brauchen nötiger denn je ehrenamtliche Initiativen durch engagierte Menschen“, lobte er.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Es ist eine Ehrung, die unsere Mitglieder verdient haben“, sagte der Vorsitzende der Hasbruchfreunde, Gerold Sprung, der selbst nicht mit zur Feierstunde fahren konnte. Den Preis nahm der stellvertretende Vorsitzende Björn Vosgerau entgegen. Begleitet wurde er von den Beiratsmitgliedern Anke Fink-Heinemann, Wiltrud Schauer und Gerd Timmermann sowie Revierförster Jens Meier und dessen Vorgänger Heino Tielking.

Unter den drei Ausgezeichneten erhielten die Hasbruchfreunde den ersten Preis. Begründet wurde dies mit dem jahrzehntelangen Engagement des Vereins für den Naturschutz, die Erholung und die Kulturgeschichte in dem 6,4 Quadratkilometer großen Waldgebiet, das in Teilen schon seit 75 Jahren unter Naturschutz steht.

1964 gründete sich die Gesellschaft – seinerzeit eine der ersten Bürgerinitiativen in Niedersachsen, wie Rainer Städing, Sprecher der Landesforsten für den Bereich Nordwest-Niedersachsen, in seiner Laudatio hervorhob. Anlass der Gründung sei damals die Planung der Autobahn A 28 gewesen, deren Trasse mitten durch den historischen Wald führen sollte. Das konnten die Hasbruchfreunde verhindern. Seitdem setzen sie sich mit vielfältigen Arbeiten und Aktionen für das Naturschutzgebiet ein.

„Wie groß der Einsatz ist, zeigt sich alljährlich beim Hasbruch-Tag, an dem jeweils mehr als 40 Mitglieder aktiv mitwirken“, erklärte Vorsitzender Gerold Sprung. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir es mit dieser Veranstaltung geschafft, im Schnitt zwischen 350 und 400 Besuchern den Wald näher zu bringen.“

Quelle: NWZ,

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