Friedwald Hasbruch

Der Friedwald Hasbruch liegt in der Nähe der Revierförsterei Hasbruch zwischen Bremen und Oldenburg. Jede Revierförsterei hat hier im Flachland mehrere Forstorte, der größte auf der Delmenhorster Geest ist der Hasbruch, ein rund 630 ha großes geschlossenes Waldgebiet, er ist eins der größten Eichenreviere Norddeutschlands. Seit über 150 Jahren zieht dieser schöne Wald mit seinen uralten Eichen und Hainbuchen Gäste von nah und fern an. Der Besuch des Hasbruchs lohnt sich aus mehreren Gründen: Ausflügler bietet er ruhige Erholung, Naturkundler untersuchen hier vielfältigste Forschungsbereiche, seine Motive inspirieren bildende Künstler und Literaten, im "Urwald" können Forstleute und Waldforscher lernen, wie sich Wald ohne menschlichen Einfluss entwickelt. Der EG-Ministerrat schützt mit seiner 1992 herausgegebenen Richtlinie "Flora-Fauna-Habitat" – kurz FFH – natürliche Lebensräume, sowie wildlebende Tiere und Pflanzen. Neben acht weiteren Wäldern in Nordwesteuropa empfiehlt er den Hasbruch als "historisch alten Wald" und erkennt damit dessen besondere Bedeutung für das gemeinschaftliche europäische Naturerbe an. Der Forstort Hasbruch ist auf ganzer Fläche außerdem Naturschutzgebiet. In der Mitte des Waldes finden wir heute noch den Naturwald "Urwald Hasbruch" der seit 150 Jahren sich selbst überlassen blieb. Hier finden wir auch die stärkste Eiche Niedersachsens, die "Friederikeneiche", sie ist mindestens 1.200 Jahre alt.

Ein weiterer Forstort ist das Reiherholz, er liegt wenige Kilometer westlich des Klosterortes Hude. Sein Name geht auf den Graureiher zurück, der seit alters her in unserem ursprünglich wasserreichen Raum heimisch ist und Mitte des 19. Jahrhunderts hier gehorstet hat. Die Gletscher der mittleren Eiszeit, der Saale-Eiszeit, prägten die fruchtbaren, lehmigen Grundmoränenböden der "Delmenhorster Geestplatte", die am Nordrand des Reiherholzes und des Schnitthilgenloh zum Weserurstromtal abfällt. Schon in vorgeschichtlicher Zeit siedelten hier zwischen Geest und Moor Menschen, wie zahlreiche Ausgrabungsfunde bezeugen, so z. B. ein Bohlenweg, der von Reiherholz nach Norden durch das Wittemoor zur Hunte führt. Hügelgräber aus der Bronzezeit sind hier vorhanden. Urkundlich erwähnt wird das Reiherholz erstmals im Jahre 1272 als Schenkung der Oldenburger Grafen an das Kloster Hude. Das Reiherholz ist von jeher Wald gewesen. Es steht unter Landschaftsschutz und ist beliebtes Ausflugsziel vor allem für Besucher aus der Gemeinde Hude, aus Oldenburg und aus der nahe gelegenen, sehr waldarmen Wesermarsch. Ein Netz von Wander- und Reitwegen durchzieht die abwechslungsreiche Landschaft aus Laub- und Nadelwäldern, Äckern, Wiesen und Mooren.

Westlich des Forstortes Reiherholz liegt der Schnitthilgenloh mit dem FriedWald. Er wird erstmals urkundlich am 16.07.1272 erwähnt. Der Oldenburger Graf Christian III verkaufte damals dem Kloster Hude mit anderen Gütern das "Lintloher Holte" - heute Schnitthilgenloh -. Das Attribut heilig ="hilgen" erhielt Schnitthilgenloh als er Klostergut war. Für "Schnitt-" gibt es keine Erklärung, die letzte Silbe in Schnitthilgenloh war für unsere Vorfahren der Wald ="loh". Er war von jeher Wald. Der Schnitthilgenloh war alte vorgeschichtliche Siedlungsstelle, Geräte und Kernstücke aus Feuerstein wurden im letzten Jahrhundert dort gefunden, er war Siedlungsplatz in der vorrömischen Eisenzeit. Vor- und frühgeschichtliche Spinnwirtel sind in der Siedlungsstelle Schnitthilgenloh ebenfalls gefunden worden.

In der Nähe des Parkplatzes "Friedwald" ist heute ein kleiner See. Der bäuerliche Sandbedarf zum Auffüllen von Wegekuhlen, zum Mauern und zum Stubenstreuen hatte dazu geführt, dass man dem hier am Hang offen zutage tretenden Sand - natürlich auch trotz Verbots - nach Bedarf zu Leibe rückte. Eine Ausmessung ergab 1950 eine Größe von 450 m², 1964 hatte sich die Sandgrube auf 2.000 m² vergrößert, so dass sie erstmals auf dem Messtischblatt erschien. Als dann die Verbindungsstraße nach Wüsting und andere Baumaßnahmen erneut große Sandmengen erforderten, wurden weitere Waldflächen, insgesamt 3,5 ha offiziell geopfert. Danach wurde der See angelegt und die Fläche 1978 mit Traubeneichen zugepflanzt.

Neben dem wunderschönen FriedWald im Forstort Schnitthilgenloh sind andere Ziele in der Nähe planenswert.
Am FriedWald entlang führt seit 1994 der Planeten-Lehr-Pfad, hier haben Sie die Gelegenheit eine Reise durch unser Sonnensystem zu unternehmen.
200 m vor dem FriedWald-Parkplatzes Richtung BAB beginnt der Zeitstrahl 2000, ein Expo-Projekt. Auf dem 4,6 Kilometer langen Zeitstrahl-Wanderweg werden dort fast 5 Milliarden Jahre Erdgeschichte dargestellt. Auf 1000 Meter durchwandert man also 1 Milliarde Jahre Erdgeschichte (Zeitstrahl Hude, Web: Oldenburgische Landschaft).
Auch der Besuch der Storchenpflegestation in Berne - Glüsing ist lohnenswert, hier haben Sie die gute Chance Weißstörche zu beobachten.

Ganz in der Nähe ist auch das Wittemoor, Richtung Hude. In den 1960er Jahren gelang dort die Bergung eines vorchristlichen Bohlenweges und eines abstrakten hölzernen Figurenpaares, welches zu den wenigen erhaltenen Schnitzwerken der Eisenzeit zählt.
In Hude ist das Zisterzienserkloster Hude. Im ehemaligen Klosterbezirk mit den mächtigen Resten der Klosterkirche, der Torkapelle, dem ehemaligen Abthaus, dem Park und dem Museum können Sie in Ruhe verweilen und das Besondere dieses Ortes in sich aufnehmen.
Und im Urwald Hasbruch, im Forstort Hasbruch, steht die älteste Eiche Niedersachsens, die 1.200-jährige Friederikeneiche.

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